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Wildkirschenrinde als Brennholzersatz

Ersatz für Birkenrinde, Anmach- und Brennholz

Vorteile: Für gewöhnlich ist Birkenrinde die erste Wahl, wenn es an der Zeit ist ein Feuer zu entfachen. Ist diese Resource jedoch nicht vorhanden, oder nur in sehr geringer Menge (weniger als eine Handvoll) verfügbar, ist die Rinde der Wild- bzw. Vogelkirsche ein ausgzeichneter Ersatz. Aber nicht nur das: sie kann auch als primärer Brennstoff benutzt werden, wenn kein trockenes Anmach- und Brennholz zur Hand ist.

Brenndauer: Die Rinde brennt annähernd 3 X länger als Birkenrinde. Mit einer relativ kleinen Menge an Kirschenrinde kann mann sich schon mal eine kleine Mahlzeit kochen - ganz ohne Brennholz. Das Entfachen der Rinde geschieht am besten mit einem Feuerzeug, Streichholz oder einer Kerze.

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Beschreibung

Allgemein: Seit etwa 2500 Jahren wird die Wildform nicht nur wegen ihrer Früchte genutzt, son­dern auch domestiziert. Alle Süßkirschenfor­men gehen züchterisch auf die Wildpflanze zurück. Es gibt mehrere Arten von Kirschbäumen, die Sauerkirsche, die fast nur kultiviert vorkommt, die Süss- oder Vogelkirsche, deren wilde Form mit kleinen Früchten es immer noch in lichten Wäldern gibt und die als kultivierte Form in Gärten dicke, süsse Früchte trägt.

Standort: Die Wildkirsche bevorzugt sonnige, warme Lagen,  besonders wenn genügend Sommerregen fällt. Sie meidet nasskalte, dicht gelagerte Böden, stark wechsel-trockene oder Böden mit zurückstauendem Wasser. In unseren Wäldern wächst sie fast 20 Meter hoch.

Blätter: Die Vogelkirsche hat länglich ovale, zugespitzte, grobgesägte Blätter und weiße Blütenbüschel, welche im Mai, gleichzeitig mit den Blättern erscheinen. Die weißen Blüten sind ein schöner Farbtupfer im Frühlingswald, die Kirschen eine beliebte Vogelnahrung. 

Rinde: Kirschenstämme und Äste behalten relativ lange Zeiteine glatte, glänzend rotbraune Rinde mit schmalen,quer verlaufenden Korkwarzen. Entlang dieser lösen sich dünne bandförmige Rindenschichtenab und rollen sich, ähnlich wie bei der Birke, seitlich ein. Da es sich dabei um die Korkschicht (Periderm) handelt, ist die Bezeichnung „Ringelborke“ botanisch nicht korrekt. Eine echte Borke bildet der Kirschbaum erst im höheren Alter und nur an kräftigen Stämmen (siehe Abbildung rechts unten).

Holz: Das rötlichbraune Holz wird zum Bau von Möbeln und Musikinstrumenten verwendet. Wegen der geringen Dauerhaftigkeit des Holzes ist Kirsche für den Aussenbereich nicht geeignet, dafür zählt sie zu den schönsten Hölzern im Innenausbau. Früher wurden die kleinen Früchte der Waldkirsche zum Brennen eines aromatischen Kirschenschnapses
verwendet.